Constantin-Vanotti-Schule
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Rezept für ein wenig Herzensbildung inmitten eines kaufmännischen Ozeans


Man nehme: eine Projektidee mit sozialer Ausrichtung, zwei Lehrerinnen, die die Notwendigkeit für Herzensbildung sehen; Schüler mit einem Herz für ältere Menschen; eine Heimleitung, die unser Anliegen und unterstützt und  Personal des Heims, das uns mit Rat und Tat zur Seite steht sowie die Schifffahrtsbetriebe Held (die unser Projekt mit Freikarten für die Schüler unterstützt haben).

Dann menge man dies alles zusammen und daraus entsteht ein zweitägiges Projekt an der CVS, in dem junge Menschen einen Kuchenverkauf organisieren um die älteren Menschen dann am 2. Tag (nach kurzem Kennenlernen am Vortag) zu einer gemeinsamen Schifffahrt und weiteren Gesprächen einzuladen.

 

Lernen durften wir (Schüler und Lehrer des Projekts) was es heißt, einen Ausflug mit 8 älteren Herrschaften (1 Herr und 7 Damen) und 8 Rollatoren zu organisieren- da geht es zunächst darum, interessierte Bewohner zu finden, den Hausmeister für den Transport zum Landungsplatz zu gewinnen, das Mittagessen für nach der Bootsfahrt warmzuhalten und herauszufinden, wieviel Stufen an Bord zu überwinden sind, so dass auch alle Mitfahrer sicher an ihren reservierten Platz gelangen können.

Diese Fallstricke bei der Durchführung des Rezepts wurden dank Frau Gayk alle am Montag noch gelöst und so konnten wir am Dienstag eine lauschige Bodenseerundfahrt bei strahlendem Sonnenschein mit interessanten Intergenerationsgesprächen genießen. Wir durften auch eintauchen in völlig andere Lebenserfahrungen und Werte als die der jungen Generation und waren beeindruckt mit wieviel Interesse die Damen der Runde die Tagespresse verfolgen. Auf Nachfrage erfuhren wir auch, wie sie sich so unglaublich fit halten: Zeitung lesen ist Programm, genau so wie Singen, Gymnastik, Gesellschaftsspiele und Spazieren.  

Zum Dank für diese für beide Seiten bereichernde Zeit wurden wir von den Heimbewohnern zum Eiscafé am nächsten Tag ins St. Ulrich eingeladen. Eine Schülerin meinte, dass sie das Gefühl habe, die Heimbewohner schon lange zu kennen und äußerte auch den Wunsch, sie gerne wieder besuchen zu gehen.

Die jungen Menschen haben einen bleibenden Platz im Herzen der Bewohner erobert- und auf der anderen Seite ist die Herzensbildung ebenso gereift. Danke dafür!                              Nicole Czerwoniak